Zum Inhalt der Seite

AfD: Helferich will doch in die Fraktion

Berlin. Der Dortmunder AfD-Politiker Matthias Helferich hat einem Bericht zufolge nun doch die Aufnahme in die AfD-Bundestagsfraktion beantragt. Das geht aus einem Brief an den Fraktionsvorstand hervor, wie das Magazin Stern am Montag berichtete. Helferich gehörte der AfD-Bundestagsfraktion nicht an, nachdem eindeutige Naziäußerungen von ihm öffentlich geworden waren. Die Bundestagsfraktion befasst sich nach Angaben eines Sprechers am Dienstag mit dem Antrag.

Der 34jährige Helferich wurde im Herbst 2021 über die Landesliste der AfD in Nordrhein-Westfalen in den Bundestag gewählt. Nach Diskussionen unter den AfD-Abgeordneten gab er bekannt, auf die Mitgliedschaft der Fraktion zu verzichten. Helferich hatte sich 2017 in einem nichtöffentlichen Facebook-Chat als »das freundliche Gesicht des NS« bezeichnet. Der AfD-Politiker aus Dortmund erwähnte in dem Chat demnach auch Kontakte in die Neonaziszene der Stadt. Sein bürgerliches Image pflege er nur zum Schein. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2023, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!