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Palästinenser nach 40 Jahren Haft entlassen

Ostjerusalem. Der am längsten inhaftierte palästinensische Gefangene ist nach 40 Jahren Haft in israelischen Gefängnissen entlassen worden. Die israelischen Gefängnisbehörden entließen den 66jährigen Karim Younis am Donnerstag morgen aus dem Hadarim-Gefängnis nördlich von Tel Aviv, wie der katarische Nachrichtensender Al-Dschasira meldete. Er war 1983 verhaftet und von israelischen Gerichten wegen der Ermordung eines israelischen Soldaten auf den besetzten syrischen Golanhöhen drei Jahre zuvor angeklagt worden. Younis ist palästinensischer Staatsbürger Israels.

Unterdessen wurde im besetzten Westjordanland bereits der vierte Palästinenser im neuen Jahr erschossen. Der 16jährige Jugendliche wurde bei einem israelischen Militäreinsatz in der Stadt Nablus durch einen Kopfschuss getötet, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag morgen in Ramallah mitteilte. Nach Angaben des israelischen Militärs war bei der Festnahme von zwei Verdächtigen in Nablus auf die Soldaten geschossen worden. Daraufhin hätten die Streitkräfte das Feuer erwidert. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.01.2023, Seite 6, Ausland

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