Zum Inhalt der Seite

Erschossener Dramé nicht unter Drogen

Dortmund. Der im August von der Polizei in Dortmund erschossene 16jährige Geflüchtete Mouhamed Lamin Dramé hatte weder Alkohol noch Drogen im Blut. Das habe laut Informationen aus Justizkreisen ein toxikologisches Gutachten ergeben, berichtete dpa am Mittwoch. Es stand bislang die Vermutung im Raum, der mit einem Messer bewaffnete Senegalese habe sich unter Drogeneinfluss trotz Taserbeschusses weiter vorwärtsbewegen können, bevor er von einem Beamten mit seiner Maschinenpistole erschossen wurde. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Innenminister Herbert Reul (CDU) hatten Zweifel an der Darstellung des Einsatzes geäußert. Am Mittwoch befassten sich der Rechts- und der Gesundheitsausschuss des NRW-Landtags mit dem Tod Dramés, der an diesem Donnerstag auch Thema im Innenausschuss ist. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2022, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!