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Frauen erwarten frühzeitig weniger Gehalt

Berlin. Bereits kurz nach dem Abitur erwarten Frauen, dass sie im Alter von 35 Jahren in einem Vollzeitjob mit Hochschulabschluss ein um 15,7 Prozent niedrigeres monatliches Nettoeinkommen haben werden als Männer. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Befragung, an der auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beteiligt ist. Für Tätigkeiten, die eine Berufsausbildung voraussetzen, ist der Gendergap in den Einkommenserwartungen mit 13 Prozent etwas geringer, wie das DIW am 19. Oktober erklärte. Fast die Hälfte der Unterschiede bei den Einkommenserwartungen zwischen Frauen und Männern geht darauf zurück, dass die weiblichen Befragten aufgrund erwarteter familiärer Verpflichtungen mit weniger Einkommen rechnen. Obwohl sich Männer gleichermaßen ausreichend Zeit für die Familie wünschen, gehen sie nicht davon aus, deshalb später Abstriche bei ihrem Erwerbseinkommen machen zu müssen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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