Zum Inhalt der Seite

Moskau warnt vor ukrainischer Atombombe

Moskau. Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat in einem Telefonat mit seinem französischen Amtskollegen gewarnt, Kiew plane zur Diskreditierung Moskaus die Zündung einer radioaktiven Bombe. Schoigu habe »seine Besorgnis über mögliche Provokationen der Ukraine mit Hilfe einer ›schmutzigen Bombe‹ übermittelt«, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Als »schmutzige Bombe« werden konventionelle Sprengsätze bezeichnet, die auch radioaktives Material verstreuen. Laut Schoigu spitzt sich die Lage in der Ukraine immer stärker auf eine »unkontrollierte Eskalation« hin zu. Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti erklärte, dass Kiew die Fertigstellung einer kleinen taktischen Atombombe faktisch abgeschlossen habe und bereit sei, diese auf eigenem Boden zu zünden, »um eine starke antirussische Kampagne zu starten, die das Vertrauen zu Moskau untergraben soll«. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2022, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • Gerd Weißmann 27. Okt. 2022 um 17:33 Uhr
    Schon alles vergessen? 1991 haben die USA im Irak, im Golf-Krieg, radioaktive Munition, Bomben, panzerbrechende Waffen eingesetzt. Tausende Soldaten kamen durch Verstrahlungen zu Tode, auch US-Soldaten. Viele Irakerinnen wurden verstrahlt, Babys kamen als Missgeburten zur Welt, starben. Kein Geringerer als Prof. Siegwart-Horst Günther hat diese schlimmen Vorkommnisse aufgedeckt und bekannt gemacht und kam dafür ins Gefängnis. Ist das alles schon vergessen? Auch Russland besitzt diese gefährlichen Waffen, hat sie aber bisher nicht zum Einsatz gebracht und warnt nun vor dem Einsatz dieser Atommunition!
    Glauben wir denn wirklich, dass die Ukraine selbst solche Strahlenwaffen herstellen kann? Es ist zu vermuten, dass diese todbringenden Bömbchen oder Bomben aus den USA kommen! Diese panzerbrechende Munition illuminiert Panzer und Soldaten komplett. Und da will die Ukraine auch noch einen solchen »geknackten« Panzer in Berlin vor der Moskauer Botschaft abstellen! Dafür wird es hoffentlich von Entscheidungsstellen keine Genehmigung geben!
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!