Zum Inhalt der Seite

Antifaschist Siegmund Gingold gestorben

Paris. Siegmund Gingold ist tot. Der Antifaschist und Kommunist starb im Alter von 100 Jahren am Montag in Paris, wie jW von der VVN-BdA erfuhr. Gingold wurde am 11. Juli 1922 in Aschaffenburg als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Diese emigrierte 1933 mit ihm von Frankfurt am Main nach Frankreich. Nach der Besetzung durch die Wehrmacht 1940 engagierte er sich in der kommunistischen Jugend, wurde verhaftet und erst nach Monaten freigelassen. Wie sein Bruder Peter und drei weitere ältere Geschwister war er fortan in der Résistance aktiv. Eine Schwester und ein Bruder wurden in Auschwitz ermordet. Nach dem Krieg beteiligte sich Gingold an der Protestbewegung gegen die IG Farben in Abwicklung. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2022, Seite 2, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!