-
01.09.2022
- → Feuilleton
Keine Papiere
Es wäre ein kulturpolitischer Skandal: Laut Recherchen des Deutschlandfunks (DLF) und der Wochenzeitung Die Zeit waren deutsche Museen und Universitäten wohl jahrelang in dem halbseidenen Handel mit Kulturgütern aus dem Alten Ägypten involviert. Namhafte deutsche Ägyptologen hätten demnach mit einer Hamburger Kunsthändlerfamilie »in einer Weise zusammengearbeitet, die wissenschaftlichen Standards teilweise nicht gerecht wurde«, berichtete der DLF am Mittwoch. Museen in Bonn, Hildesheim und Mannheim hätten Anfang der 2000er Jahre Handelsware aus zweifelhaften Quellen in ihren Depots aufbewahrt, ohne dass es dafür Verträge oder offizielle Dokumentationen gegeben habe. Deutsche Behörden ermittelten wegen des Verdachts auf mehre Straftaten gegen einen Hamburger Galeristen und weitere Personen. Auch in Frankreich und den USA gebe es Ermittlungen. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!