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Aus: Ausgabe vom 20.08.2022, Seite 1 / Ausland
Ukraine-Krieg

Weiter Gespräche zu Saporischschja

Inspektionen in ukrainischem AKW könnten Anfang September stattfinden
Von Matthias István Köhler
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Das AKW Saporischschja in der Stadt Energodar, aufgenommen am 8. März

Der Besuch einer Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Atomkraftwerk (AKW) Saporischschja könnte Anfang September stattfinden. Das erklärte der Ständige Vertreter Russlands bei der UNO in Wien, Michail Uljanow, am Freitag während eines Onlinebriefings. Es sei noch zu früh, etwas über Details zu sagen, so Uljanow laut der russischen Nachrichtenagentur TASS, es handle sich um »heikle Fragen«, die noch geklärt werden müssten. So beispielsweise die Route und die Anzahl der Teilnehmer. Er stehe täglich in Kontakt mit IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi.

Gleichzeitig kritisierte Uljanow die westlichen Länder, weil sie sich nicht um Fragen der nuklearen Sicherheit kümmern würden. Sie hätten sich geweigert, die Angriffe auf das von Russland kontrollierte AKW durch die Ukraine »zu verurteilen oder zumindest zu deren Einstellung aufzurufen«. Den letzten Beschuss hatte es laut der militärisch-zivilen Verwaltung der Region Saporischschja am Donnerstag gegeben.

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, erklärte am Freitag, die Angriffe auf das AKW geschähen auf »Geheiß der USA«. »Sollte sich dort eine von Menschen verursachte Katastrophe ereignen, wird dies Auswirkungen auf den gesamten Globus haben«, warnte er auf dem 17. Treffen der Sicherheitsratssekretäre der Mitgliedsländer der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Taschkent.

Unterdessen schoss die russische Luftabwehr über der Krim zwei Drohnen ab. Sowohl beim größten Militärflugplatz der Halbinsel, Belbek bei Sewastopol, als auch über Kertsch wurden die unbemannten Fluggeräte zerstört. Eine Brücke bei Kertsch verbindet die Krim mit dem russischen Festland.

Zudem ging im russischen Grenzgebiet zur Ukraine, in der Oblast Belgorod, laut örtlichen Behörden ein Munitionsdepot in Flammen auf. Verletzte gab es keine, die Brandursache werde untersucht. Am Dienstag war auf der Krim ein Munitionsdepot in die Luft gegangen, Russland sprach von einem »Sabotageakt«. Eine Woche zuvor hatten Explosionen einen Luftwaffenstützpunkt auf der Halbinsel erschüttert.

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