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Neue Studie: »Höchst unsoziale Inflation«

Berlin. Ärmere Haushalte leiden überproportional unter der Teuerung und werden nur unzureichend entlastet. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der Diakonie Deutschland. Demzufolge geben die einkommensschwächsten 20 Prozent der Haushalte nahezu zwei Drittel (62,1 Prozent) ihres Geldes für Nahrungsmittel, Wohnen und Haushaltsenergie aus, bei den einkommensstärksten 20 Prozent sind es nur 44,1 Prozent. Weil es sich dabei um Waren des Grundbedarfs handelt, können die ärmsten Haushalte die Preisexplosionen kaum kompensieren. Ihre existenzbedrohende Belastung werde durch die staatlichen Entlastungspakete nicht ausgeglichen, zeigten die Berechnungen der Beratungstochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW Econ. DIW-Präsident Marcel Fratzscher sagte: »Wir sehen derzeit eine höchst unsoziale Inflation.« Die relative Belastung der untersten zehn Prozent der Haushalte sei nahezu fünfmal höher als die der einkommensstärksten zehn Prozent. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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