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12.05.20221 Leserbrief
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Glyphosat: US-Regierung gegen Bayer-Konzern
Washington. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im US-Rechtsstreit um Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat einen Rückschlag erlitten. Die US-Regierung riet dem obersten Gericht im Land am Dienstag (Ortszeit) von der Annahme eines wegweisenden Falls ab. Konkret geht es um die Überprüfung eines Urteils von 2019, in dem dem Kläger gut 25 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen worden waren. Bayer hofft, dass der Supreme Court die Entscheidung kippt. Im Dezember hatten die Richter angekündigt, die Meinung der US-Regierung dazu einzuholen, was zunächst als Zeichen des Interesses und somit positiv für Bayer schien. Doch nun schlägt sich das Justizministerium auf die Seite des Klägers. (dpa/jW)
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Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 12. Mai 2022 um 22:57 UhrSo isser halt, der Wertewesten: Ein Verkäufer von Giften und Krebserregern wird erst belangt, wenn er seine Profite außerhalb von Uncle Sams Gestaden einfahren will. Der Markt (oder die unsichtbare Hand) regelt das.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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