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Warnstreik beim Tagesspiegel

Berlin. Beim Berliner Tagesspiegel sind am Mittwoch Beschäftigte in den Ausstand getreten. Zum eintägigen Warnstreik hatten die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (DJU) in Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) aufgerufen. Die Verlagsspitze wolle weder die Gehälter angemessen erhöhen noch wie vereinbart in den kommenden Jahren nach Branchentarifvertrag zahlen, hieß es zur Begründung der Arbeitskampfmaßnahme. Die Zusage der Verlagsspitze, beim Erreichen schwarzer Zahlen den Branchentarif für die Beschäftigten zu übernehmen, werde bereits seit Jahren in Aussicht gestellt. »Wir befürchten, dass die schwarze Zahl nie eintrifft, und wollen uns bei der Einführung des Branchentarifvertrages auch nicht der potentiell kreativen Buchführung des Holtzbrinck-Verlages unterwerfen«, erklärte DJU-Verhandlungsführer Jörg Reichel in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Tarifkommission habe daher beschlossen, den Druck auf den Verlag zu erhöhen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2022, Seite 15, Medien

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