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Swiss will früher beim Bodenpersonal kürzen

Bern. Die Schweizer Gewerkschaft des Bodenpersonals an Flughäfen, SEV-Gata, prüft rechtliche Schritte gegen die Fluggesellschaft Swiss. Diese setze die mit dem Bodenpersonal vereinbarten »Sparmaßnahmen« wegen Corona bereits ab 1. März um, kritisierte SEV-Gata in einer Mitteilung, über die Schweizer Medien am Sonntag berichteten. Demnach streiche sie vorübergehend ein Drittel des 13. Monatslohns und die Performanceprämie.

Gemäß der Vereinbarung mit der Fluggesellschaft von Dezember 2020 sollte der Krisengesamtarbeitsvertrag erst nach dem Ende der gesetzlich möglichen Kurzarbeit in Kraft treten. Nach Ansicht der Fluggesellschaft sei der Arbeitsausfall nicht mehr ausreichend, um Kurzarbeitsentschädigungen geltend zu machen. Deshalb wolle Swiss den Krisen-GAV schon jetzt in Kraft setzen. Der Gewerkschaft zufolge wäre Kurzarbeit aber weiterhin möglich.

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Personal und Gewerkschaft hatten auch gehofft, mit dem Krisen-GAV Massenentlassungen zu verhindern. Seit Januar 2022 habe Swiss das Bodenpersonal dennoch von rund 1.700 Vollzeitstellen auf heute rund 1.400 reduziert. Und jetzt suche sie erneut 50 zusätzliche Beschäftigte, wie der Berner Oberländer und der Zürcher Unterländer berichteten. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.03.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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