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Wissenschaftspolitik

Austausch auf Eis

Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine schränkt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) den wissenschaftlichen Austausch mit Russland ein. Die Bewerbungsmöglichkeiten für Russland-Stipendien würden gestoppt und alle Auswahlen für DAAD-Stipendien nach Russland abgesagt, erklärte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. Auch bereits ausgewählte deutsche Stipendiatinnen und Stipendiaten könnten für einen geplanten Aufenthalt in Russland derzeit keine finanzielle Unterstützung erhalten. Die Einschränkungen seien angesichts des Krieges »unumgänglich«, auch wenn sich der DAAD dessen bewusst sei, dass dieser Schritt »auch Ungerechtigkeiten« schaffe und zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treffe, die sich für friedliche Beziehungen einsetzen würden, hieß es weiter in der Erklärung. Der DAAD fördert nach eigenen Angaben aktuell rund 750 Projekte zwischen deutschen Hochschulen und russischen Partnerorganisationen. Zuletzt hatte der Dienst an deutsche Wissenschaftler und Studierende rund 160 Stipendien nach Russland vergeben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2022, Seite 11, Feuilleton

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