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Mindestlohn in Haiti angehoben

Port-au-Prince. Die haitianische Regierung hat am Montag (Ortszeit) den Mindestlohn um bis zu 54 Prozent angehoben, nachdem es wochenlang zu Demonstrationen von Beschäftigten der Bekleidungsindustrie gekommen war. Tausende protestierten gegen Löhne, die nicht ausreichten, um mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten. Das Büro von Premierminister Ariel Henry veröffentlichte auf Twitter die Lohnerhöhungen, die nach Wirtschaftszweigen gestaffelt sind, wobei die größte Steigerung für Beschäftigte in Bereichen wie der Elektrizitäts- und Telekommunikationsbranche vorgesehen ist. Diejenigen in der Bekleidungsindustrie, die Fertigprodukte an US-Einzelhändler exportiert, erhielten eine Lohnerhöhung von 37 Prozent. Damit liegen ihre Einkünfte nun bei knapp 7,50 US-Dollar pro Tag. Gewerkschaftsführer hatten 15 Dollar pro Tag gefordert. Haiti ist über die Jahrzehnte wegen der niedrigen Löhne zu einem Zentrum der Bekleidungsindustrie für den US-Markt geworden. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2022, Seite 7, Ausland

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