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»NSU 2.0«: Appell vor Prozessbeginn

Frankfurt am Main. Zwei Tage vor Beginn des Prozesses um die »NSU 2.0«-Drohschreiben haben Adressatinnen der Beleidigungen und Todesdrohungen vollständige Aufklärung gefordert. »Für uns ist es ein Skandal, dass die Ermittlungen gegen einen vermeintlichen Einzeltäter geführt wurden«, hieß es in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Seit der Festnahme des inzwischen am Landgericht Frankfurt am Main Angeklagten im Mai 2021 werde der Versuch unternommen, den Komplex als endgültig aufgeklärt zu präsentieren. »Nach allem, was wir wissen, steht für uns jedoch fest: Der ›NSU 2.0‹-Komplex ist mit der Festnahme des Angeklagten nicht aufgeklärt. Es gibt für uns zwingende Hinweise auf mindestens gezielte Datenweitergabe aus Polizeikreisen«, hieß es in der Stellungnahme von unter anderen der Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz und den Linke-Politikerinnen Janine Wissler, Anne Helm und Martina Renner. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2022, Seite 4, Inland

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