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Abschiebung in die Türkei verhindert

. Die Abschiebung eines kurdischen Flüchtlings in die Türkei konnte am Freitag in letzter Minute verhindert werden. Der 31jährige Heybet Sener sei aus der Abschiebehaft freigekommen, teilte der Aktivist Kerem Schamberger vom Münchner Flughafen aus, wo Dutzende Menschen am Schalter protestiert hatten, über Twitter mit. Jetzt könne Sener wahrscheinlich einen neuen Asylantrag stellen. In der Türkei, wo er bereits inhaftiert und gefoltert worden war, droht ihm wegen politischer Aktivitäten eine mehr als achtjährige Haftstrafe.

Zahlreiche Menschen, darunter Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie Kirchenvertreter, hatten an die Behörden appelliert, die Abschiebung zu stoppen. Ein Arzt hatte sich zudem geweigert, gegen den Willen Seners einen Coronatest durchzuführen, so dass der Kurde nicht ins Flugzeug gebracht werden konnte. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2022, Seite 1, Inland

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