Zum Inhalt der Seite

Vorermittlungen gegen Billigenergieanbieter

Düsseldorf. Die Einstellung der Lieferungen an Hunderttausende Energiekunden der Billiganbieter Stromio, Grünwelt und Gas.de hat womöglich ein juristisches Nachspiel: Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft eröffnete dazu Vorermittlungen, wie der Spiegel am Dienstag berichtete. Im Zusammenhang mit den Kündigungen liege eine Strafanzeige vor, es werde nun ein Anfangsverdacht geprüft, sagte eine Behördensprecherin dem Magazin. Zu einem konkreten Tatvorwurf machte die Staatsanwaltschaft demnach keine Angaben. (AFP/jW)

junge Welt

Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?

Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.

Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Danke für Deine Spende.
Sie macht junge Welt Journalismus erst möglich.
Erschienen in der Ausgabe vom 26.01.2022, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • Onlineabonnent*in Thilo S. aus Herne 26. Jan. 2022 um 12:10 Uhr
    Ein wichtiger Punkt bleibt bislang unerwähnt. Sämtliche Serviceratgeber, Verbrauchermagazine etc. wurden nicht müde, mit dem Slogan »Nie war Wechseln einfacher!« Hunderttausende Kunden in diese windigen Verträge zu treiben. Dies war kostenlose Propaganda im Namen der freien Marktwirtschaft zu Lasten der kommunalen Grundversorger, die nun als Retter wieder mal in die Bresche springen müssen. Dies ist ein weiteres trauriges Lehrstück dafür, dass die Deregulierung von Märkten immer Chaos nach sich zieht. Die kurzfristigen Verlockungen für die Konsumenten (ein paar Euro oder irgendwelcher Plunder), die mit solchen Verträgen daherkommen, sind ein klarer Indikator für die folgende Planlosigkeit und Katastrophe. Die Fähigkeit, langfristige Perspektiven zu denken, wird den Menschen systematisch abtrainiert. Lebe für den Moment, die Zukunft ist (im Kapitalismus) nicht planbar! Das Erwachen aus diesem Traum angesichts der Realität ist dann aber immer ein böses.
    Thilo Sommer
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!