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Fall Andrew: Geschädigte beharrt auf Verfahren

New York. Im Verfahren wegen sexualisierter Gewalt gegen den britischen Prinzen Andrew kann der Sohn der Queen nach Ansicht eines Anwalts der Klägerin nicht auf eine außergerichtliche Einigung hoffen. »Es ist Virginia Giuffre sehr wichtig, dass diese Angelegenheit auf eine Weise gelöst wird, dass sie und die anderen Opfer Gerechtigkeit erfahren«, sagte einer von Giuffres Anwälten, David Boies, in der Nacht zum Donnerstag der BBC. Dem Sender Sky News sagte Boies am Mittwoch abend, es gehe darum, dass Andrew seine Handlungen anerkenne und Giuffre entschädige. Ein Richter in New York hatte am Mittwoch Anträge von Andrews Anwälten abgelehnt, das Verfahren zu stoppen. Giuffre wirft dem Prinzen vor, sie vor rund 20 Jahren als 17jährige mehrfach vergewaltigt zu haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2022, Seite 15, Feminismus

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