Zum Inhalt der Seite

Sachsen: Waffen und Nazialtar gefunden

Limbach-Oberfrohna. Im sächsischen Limbach-Oberfrohna hat die Polizei eine erhebliche Anzahl an Waffen und Nazidevotionalien beschlagnahmt, wie der MDR am Donnerstag berichtete. Von einem stark angetrunkenen Mann zu Hilfe gerufen, hatten die Beamten demnach Dienstag nacht vergangener Woche in der Wohnung des 53jährigen ein Arsenal an Messern, Schlagringen, Munition und Schusswaffen vorgefunden. Im Wohnzimmer des Mannes befand sich zudem eine Art Altar mit Hitler-Porträts und Propagandamaterial sowie Abzeichen aus der Nazizeit, wie ein von der Polizei veröffentlichtes Foto zeigt. »Beschlagnahmt wurden ein Patronengurt mit teils scharfer Munition, ein Totschläger, ein Stockdegen, drei Schlagringe, davon zwei mit Klinge, ein Butterflymesser und zwei Schlagmesser«, heißt es in der Mitteilung vom 23. Dezember. Laut Polizei habe sich der Mann »einsichtig« verhalten und »freiwillig den beachtlichen Fundus an nicht strafrechtlich relevanten Gegenständen, bestehend aus Hieb-, Stich- und Dekowaffen, sowie Gegenstände mit Bezügen zum Nationalsozialismus« abgegeben. Gegen den 53jährigen Deutschen werde laut MDR weiter ermittelt, insbesondere zur Herkunft der Waffen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.12.2021, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!