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GDL gegen 3G-Kontrollen durch Zugbegleiter

Berlin. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, hat die Umsetzbarkeit der von Bundestag und Bundesrat beschlossenen 3G-Regel in Bussen und Bahnen kritisiert. Es sei nicht beantwortet, wer den Beschluss umsetzen oder kontrollieren solle, sagte Weselsky am Sonntag abend in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«. Das Zugbegleitpersonal sei für solche Aufgaben nicht zuständig und werde dies auch nicht machen, so der Gewerkschaftschef. Seit mehreren Jahren sei ein »erhöhtes Aggressionspotential« festzustellen, das derzeit durch die Coronapandemie noch befördert werde.

Laut Infektionsschutzgesetz müssen ungeimpfte Fahrgäste ab dieser Woche bundesweit in Bussen und Bahnen einen negativen Test vorlegen. Taxen und Schulbeförderung sind von der Regelung ausgenommen, sie gilt jedoch auch für Flüge im Inland. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2021, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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