-
12.11.2021
- → Sport
Kultur der Angst
Berlin. Exvorstand Karin Fehres hat nach ihrem brisanten Brief an die Verbandsspitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) um Präsident Alfons Hörmann großen Zuspruch erhalten. Tatsächlich setzte Fehres den scheidenden Hörmann und den DOSB-Vorstand weiter unter Druck. Den Brief zu schreiben sei »eine der schwierigsten Entscheidungen in meinem Berufsleben« gewesen, sagte Fehres, die bis Ende November 2020 DOSB-Vorstand für Sportentwicklung war: »Das war nicht einfach.« Die 62jährige hat sich dann aber »auf Anraten meines Anwalts« zu diesem Schritt entschlossen: »Weil er sagte, dass anscheinend kein Interesse an Aufklärung bestehe.« Fehres hatte den Brief am Dienstag an den Verband gerichtet und darin erklärt, dass Hörmann und weitere Spitzenvertreter sie bedrängt hätten, sich als Autorin des anonymen Briefes vom 6. Mai zu bekennen, in welchem dem Dachverband unter Hörmanns Führung eine »Kultur der Angst« unterstellt wurde. (sid/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
