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Neonazis nach Angriff auf Journalisten vor Gericht

Mühlhausen. Zum Auftakt des Prozesses wegen des Überfalls auf zwei Journalisten in Thüringen vor mehr als drei Jahren haben sich die beiden angeklagten Neonazis zu den Vorwürfen geäußert. Dabei räumte der Hauptangeklagte ein, er habe im April 2018 mit einem Schraubenschlüssel auf das Auto der beiden Journalisten eingeschlagen. Er sei damals in Rage gewesen, weil die Journalisten zuvor Fotos von ihm und dem Haus seiner Familie gemacht hätten, so der 22jährige. Außerdem hätten sie versucht, ihn mit ihrem Auto zu überfahren, behauptete er. Zudem habe einer der Journalisten mit einem Baseballschläger auf ihn und seinen Begleiter eingeschlagen. Aus Protest gegen diese aus ihrer Sicht wahrheitswidrige Darstellung verließen die beiden Journalisten den Gerichtssaal. Ausgangspunkt des damaligen Überfalls war ihre Recherche in der Nähe des Grundstücks des bekannten Neonazis Thorsten Heise. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.09.2021, Seite 1, Inland

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