Zum Inhalt der Seite

IStGH: Ermittlung gegen Bolsonaro gefordert

Brasília. Vertreter der indigenen Bevölkerung Brasiliens haben den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gebeten, Ermittlungen gegen Präsident Jair Bolsonaro wegen »Völkermordes« und »Ökozids« einzuleiten. Seit seinem Amtsantritt 2019 habe Bolsonaro »eine explizite, systematische und vorsätzliche indigenenfeindliche Politik« betrieben, erklärte der Verband der Indigenen Völker Brasiliens (Apib) am Montag (Ortszeit). Die brasilianische Justiz sei jedoch »unfähig«, Bolsonaros Verbrechen zu untersuchen, zu verfolgen und zu verurteilen, erklärte der juristische Koordinator des Verbands, Eloy Terena. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2021, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!