3 Monate junge Welt für 62 €
Gegründet 1947 Sa. / So., 25. / 26. September 2021, Nr. 223
Die junge Welt wird von 2582 GenossInnen herausgegeben
3 Monate junge Welt für 62 € 3 Monate junge Welt für 62 €
3 Monate junge Welt für 62 €
Aus: Ausgabe vom 27.07.2021, Seite 16 / Sport
Olympia

Auf der Jagd nach Rekorden

Der Favorit des olympischen Tennisturniers, Novak Djokovic, will in diesem Jahr wirklich alles gewinnen
imago1004381015h.jpg
Auf dem Weg zum nächsten Meilenstein der Tennisgeschichte: Der unbesiegbare Novak Djokovic (Tokio, 26.7.2021)

Der deutsche Tennisspieler Jan-Lennard Struff hat den großen Favoriten Novak Djokovic bei den Olympischen Spielen nicht aufhalten können. Der Weltranglistenerste jagt weiter den nächsten Meilenstein der Tennishistorie. In seinem Zweitrundenmatch in Tokio musste sich der Sauerländer Struff am Montag mit 4:6, 3:6 geschlagen geben. Die deutsche Nummer zwei verpasste es, dem Hamburger Alexander Zverev ins Achtelfinale zu folgen. Djokovic war zu stark. Der serbische Wimbledon-Sieger kann 2021 weitere Tennisgeschichte schreiben und als einziger Athlet neben Steffi Graf 1988 in einem Jahr alle vier Grand-Slam-Turniere und Olympiagold holen. Es fehlen Triumphe in Tokio und bei den US Open. Dass es für Struff äußerst knifflig werden würde, war vorher klar gewesen. Die Nummer 48 der Weltrangliste versuchte, aggressiv zu spielen. Bis zum 4:5 hielt der Außenseiter aus Warstein die Partie offen. Dann war der erste Aufschlagverlust gleichbedeutend mit dem ersten Satzverlust.

Djokovic dominiert in dieser Saison die Tennisszene: Der 34jährige holte den nächsten Australian-Open-Titel, er triumphierte bei den French Open, er legte in Wimbledon nach. Und tritt, anders als seine Rivalen Rafael Nadal aus Spanien und Roger Federer aus der Schweiz, in Japan an. Auch mit zahlreichen Assen entnervte er am Montag Struff. Im zweiten Satz wechselten sich zunächst Breaks ab, dann zog Djokovic mit 4:1 entscheidend davon.

Für den deutschen Spitzenspieler Zverev wäre ein Halbfinalspiel gegen Djokovic möglich, dafür müssen beide aber noch zweimal gewinnen. Mit dem 6:2, 6:2 gegen Daniel Elahi Galan in der zweiten Runde kam Zverev seinem Medaillenwunsch immerhin aber noch mal einen kleinen Schritt näher. Gegen den kolumbianischen Weltranglisten-113. Galan dominierte Zverev das Spielgeschehen insbesondere bei eigenem Aufschlag deutlich. »Das war heute ein relativ positives Match für mich. Ich freue mich, dass ich weiter bin«, sagte der Weltranglistenfünfte. Zverev raubte dem kolumbianischen Außenseiter mit Breaks früh die Hoffnungen und ließ ihm keine Chance, wenn er das Tempo in den Schlägen verschärfte. »Bei diesen Bedingungen musst du aggressiv spielen«, sagte er. »Das hat heute relativ gut geklappt.«

Im Achtelfinale wartet der ungesetzte Georgier Nikolos Bassilaschwili. Zverev tritt als Medaillenmitfavorit an und bekräftigte seine eigenen Ambitionen mehrfach. Auch im Doppel-Wettbewerb steht der 24jährige mit Struff im Achtelfinale. Bei den ­Damen erreichte fünf Jahre nach dem Silbermedaillengewinn von Angelique Kerber keine deutsche Tennisspielerin die Runde der besten 16. Anna-Lena Friedsam aus Andernach schied als letzte deutsche Teilnehmerin mit einem 1:6, 1:6 gegen die russische French-Open-Finalistin Anastasia Pawljutschenkowa aus. (dpa/jW)

Aktionsabo »Marx für alle« für drei Monate

Die Bundesregierung und der deutsche Inlandsgeheimdienst wollen der Tageszeitung junge Welt den »Nährboden entziehen« unter anderem wegen ihrer marxistischen Weltanschauung. Mit unserem Aktionsabo  »Marx für alle« möchten wir möglichst vielen Menschen diese wissenschaftliche Sichtweise nahebringen und 1.000 Abos für die Pressefreiheit sammeln.

Das Abo kostet 62 Euro statt 126,80 Euro und endet nach drei Monaten automatisch.

Mehr aus: Sport

Letzte Möglichkeit: Drei Monate Aktionsabo »Marx für alle« für 62 Euro!