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Aus: Ausgabe vom 27.07.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Nichts verstanden

Die Anstalt | Fr., 22.45 Uhr, ZDF
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Wer im September bei der Union sein Kreuz macht, muss entweder Milliardär sein mit Perspektive auf ein Bungalow auf dem Mars – oder schön blöd (CDU-Wahlwerbung, Schloss Holte-Stukenbrock, 29.6.2021)

Es tut uns leid, wir haben etwas vergessen! Nämlich darauf hinzuweisen, wie sehenswert einmal mehr die Satiresendung »Die Anstalt« war. Die letzte Folge konnte man leicht verpassen, musste sie doch wegen der Hochwasserkatastrophe von Dienstag auf Freitag verschoben werden. Da lief sie dann um so später in der Nacht. Diesmal waren die kommenden Wahlen das Thema. Die Kabarettisten klopften die Programme der Parteien danach ab, was von ihnen mit Blick auf Umwelt und Soziales zu erwarten ist. Das Resultat kann wenig überraschen: Die rechten Parteien verfolgen unbeirrt ihre Politik der Umverteilung von unten nach oben, die öffentlichen Kassen werden geplündert, und in Sachen Klima haben sie nicht einmal das Pro­blem erkannt. Weitere Highlights waren, wie die Kampagne gegen die »grüne« Spitzenkandidatin Annalena Baerbock zerpflückt und Sahra Wagenknecht mit ihrem Gemecker über »Lifestylelinke« hochgenommen wurde. Was sagt das eigentlich, wenn Aufklärung am besten von Komikern geleistet wird? (jt)

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  • Leserbrief von Istvan Hidy aus Rangsdorf (28. Juli 2021 um 10:27 Uhr)
    (...) Normalerweise müsste nach jeder »Anstalt« ein Aufschrei durch die Republik gehen, wenn wieder einmal detailliert die Abnutzungserscheinungen des Systems aufgezeigt werden, vom Filz der Entscheider bis zum Vorrang ökonomischer Einzelinteressen vor dem Gemeinwohl. (...)
  • Leserbrief von Reinhard Hopp aus Berlin (27. Juli 2021 um 17:45 Uhr)
    Das besagt, dass die »seriöse« Berichterstattung die politische Realität im Lande bestenfalls nur noch unzureichend erfasst und interessengeleitet wiedergibt, die Mehrheit der Bevölkerung den Politikern offenbar schon längst nicht mehr glaubt und diesen das auch schon lange völlig egal zu sein scheint, frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, korrumpiert sich’s gänzlich ungeniert. Das ist das Stadium, in dem die Stimme des Volkes weitgehend ungehört verhallt und verfassungsrechtliche Kontrollmechanismen kaum noch greifen, kurzum: die Transformation einer parlamentarischer Demokratie in eine pseudo-demokratische Lobbykratur!

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