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Aus: Ausgabe vom 27.07.2021, Seite 1 / Ausland
USA und China

Beijing beklagt US-Kampagne gegen China

US-Vizeaußenministerin zu Besuch in Volksrepublik. Zahlreiche Vorwürfe geäußert
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Die US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi am Montag in Tianjin

China hat die USA dazu aufgefordert, ihre Politik der »Dämonisierung« und Stimmungsmache gegen die Volksrepublik zu beenden. »Wir fordern die Vereinigten Staaten auf, ihre höchst fehlgeleitete Denkweise und gefährliche Politik zu ändern«, sagte der zuständige chinesische Vizeaußenminister Xie Feng am Montag anlässlich eines Treffens mit der stellvertretenden US-Außenministerin Wendy Sherman in der ostchinesischen Metropole Tianjin. Es scheine, dass eine Kampagne im Gange sei, um China zu Fall zu bringen. Die Volksrepublik sei in den Köpfen der US-Amerikaner zu einem »imaginären Feind« geworden. Die Hoffnung könnte sein, dass die USA durch die »Dämonisierung« Chinas lediglich von ihren eigenen strukturellen Problemen ablenken wollen, so Xie weiter. Die Beziehungen beider Staaten befänden sich in »ernsthaften Schwierigkeiten«.

Wie es aus dem US-State Department hieß, habe Sherman bei einem weiteren Treffen mit Chinas Außenminister Wang Yi die Besorgnis über eine Reihe von Themen geäußert. Dazu zählten unter anderem »Beijings antidemokratisches Vorgehen in Hongkong«, »der anhaltende Völkermord und die Verbrechen gegen die Menschheit« in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang, »Aktionen gegenüber Taiwan und im Ost- und Südchinesischen Meer«, Beijings Verhalten im Cyberspace oder »Einschränkungen der Pressefreiheit«. Sherman habe außerdem ihre Besorgnis über Chinas »mangelnde Kooperation« mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus betont, so der Sprecher des Ministeriums, Edward Price. Gleichzeitig sei die Zusammenarbeit etwa beim Klima sehr wichtig.

Sherman ist die bisher ranghöchste Vertreterin der US-Regierung seit dem Amtsantritt von Präsident Joseph Biden, die nach China gereist ist. Ihrer Aussage nach hätte sie mit ihren Gastgebern nicht über ein mögliches Treffen zwischen Biden und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen, über das einige Beobachter spekuliert haben, es könnte am Rande des G20-Gipfels in Rom Ende Oktober stattfinden. (dpa/jW)

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