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Filmbranche

Das fairste Festival

Das Kinofest Lünen ist am 16. Juli 2021 im Rahmen des Filmfests Dresden von der AG Festivalarbeit in Verdi mit dem erstmalig vergebenen »Fair Festival Award 2020« ausgezeichnet worden. Kriterium für die Preisvergabe ist die Bewertung eines Festivals durch seine jeweiligen Mitarbeiter. Dazu wurden sie gebeten, die Festivals in Kategorien wie Vertrag, Arbeitsbedingungen, Kommunikation, Führung, Arbeitsklima, Mitbestimmung, Chancengleichheit, Gleichbehandlung und Entlohnung einzuschätzen und auf einer vierstufigen Skala von fair bis unfair zu bewerten. Ziel der Umfrage war es nicht nur, das fairste Filmfestival in Deutschland zu küren, sondern auch das bisher nur spärlich dokumentierte Feld der Arbeitsbedingungen bei Filmfestivals zu untersuchen. Das so entstandene Branchenbild vermittelt erste anschauliche Eindrücke von den Arbeitsverhältnissen in der deutschen Filmfestivallandschaft und gibt einen Einblick in die Strukturen, auch wenn es nicht repräsentativ für die gesamte Branche ist. »Die Umfrage zum ›Fair Festival Award 2020‹ hat deutlich gemacht, dass die Filmfestivalbranche zu prekären und geschlechterungerechten Arbeitsverhältnissen beiträgt: Drei Prozent der befragten Festivalarbeiterinnen und -arbeiter können nicht allein von dieser Arbeit leben, und die Karriereverläufe von Frauen und Männern weichen stark voneinander ab. Deshalb ist es wichtig, die Festivals mit dem Fair Festival Award auszuzeichnen, die es besser machen«, so Christoph Schmitz vom Verdi-Bundesvorstand. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2021, Seite 10, Feuilleton

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