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Kassel: Frau stirbt in Polizeigewahrsam

Kassel. Im Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums Nordhessen ist am Mittwoch nachmittag eine 42jährige Frau ums Leben gekommen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Bei einer turnusmäßigen Kontrolle gegen 18 Uhr wurde sie leblos in einer Gewahrsamszelle gefunden, in der sie laut Angaben der Polizei aus Gründen der Gefahrenabwehr untergebracht worden war. Am Mittwoch war die wohnsitzlose Frau zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen worden. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat ein Ermittlungsverfahren zur Feststellung der Todesursache eingeleitet und bei Gericht eine Obduktion des Leichnams beantragt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2021, Seite 4, Inland

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→ Leserbriefe
  • Andre’Moussa Schmitz aus Berlin/Neukölln 25. Juni 2021 um 23:32 Uhr
    Wieder einmal: Wie viele Todesfälle von Gefangenen muss es noch geben? Wir fordern: 1.) die Abschaffung der Einarztpolitik hinter Gittern, 2.) eine justizunabhängige Beschwerdestelle für Patienten hinter Gittern, 3.) den Einbau von Rauchmeldern in den Zellen, die zum Beispiel auf Schaumstoffgase reagieren, denn dann würden Menschen wie Amad aus Kleve noch leben, 4.) eine Notfalluhr für kranke Patienten hinter Gittern, die Herz-Kreislauf-Probleme haben oder Diabetiker u. a. sind, weil es unmöglich für einen am Boden liegenden Gefangenen ist, den Notruf zu drücken; diese kostengünstige und Menschenleben rettende Uhr sollte besonders bei Herz-Kreislauf-Problemen auch mit dem Krankenhaus verbunden sein, denn es zählt jede Sekunde, und in der heutigen Zeit dauert es bis zu 45 Minuten, bis ein Notarzt da ist!
    André Moussa, Vorsitzender und Sprecher des Knastschadenkollektivs, Berlin
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