Zum Inhalt der Seite

Polisario-Chef soll von Richter befragt werden

Rabat. Im Streit zwischen Spanien und Marokko über den Aufenthalt des Chefs der sahrauischen Befreiungsbewegung Frente Polisario, Brahim Ghali, kommt Bewegung. Der 71jährige wird seit Mitte April wegen Covid-19 in einem Krankenhaus in Logroño behandelt. Ghali solle nun am 1. Juni per Videoschalte von einem Richter des Nationalen Gerichtshofes in Madrid befragt werden, berichteten der Radiosender Cadena Ser und die Zeitung El País am Mittwoch. Marokko, das vergangene Woche Spanien mit gelockerten Grenzkontrollen rund um die Exklave Ceuta erpresst hatte, wirft Ghali Verletzungen der Menschenrechte vor. Rabat hält seit Jahrzehnten die Westsahara besetzt. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2021, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!