Zum Inhalt der Seite

Sanktionsdrohungen gegen Belarus

Paris. Nach der erzwungenen Landung eines Ryanair-Passagiermaschine in Minsk und der Festnahme eines bekannten Exiloppositionellen am Sonntag drohen Belarus schärfere Sanktionen. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollten sich am Montag abend bei ihrem Gipfel mit dem Vorfall befassen, der von einigen EU-Ländern als »Staatsterrorismus« und »Flugzeugentführung« eingestuft wurde. Die NATO sprach von einem »ernsten und gefährlichen Vorfall« und berief für Dienstag Beratungen ihrer Botschafter ein. Minsk wies die Vorwürfe zurück. Russland zeigte sich »schockiert« über die Reaktion des Westens. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa schrieb auf Facebook, auch westliche Staaten hätten sich in der Vergangenheit »Entführungen, erzwungene Landungen und illegale Festnahmen« zuschulden kommen lassen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow forderte eine Beurteilung des Vorgangs durch die »internationalen Luftfahrtbehörden«. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.05.2021, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!