1000 Abos für die Pressefreiheit!
Gegründet 1947 Dienstag, 11. Mai 2021, Nr. 108
Die junge Welt wird von 2512 GenossInnen herausgegeben
1000 Abos für die Pressefreiheit! 1000 Abos für die Pressefreiheit!
1000 Abos für die Pressefreiheit!
Aus: Ausgabe vom 19.04.2021, Seite 8 / Abgeschrieben

Start der europäischen Solidaritätskampagne »Unblock Cuba«

CubaSi-Gera_174440125.jpg
Veranstaltung unter Pandemiebedingungen von »Unblock Cuba« in Gera am 18. April

Das Netzwerk Cuba begrüßte am Sonntag neue Phase der europäischen Solidaritätskampagne »­Unblock Cuba«:

In zahlreichen Städten in Europa konnte am Samstag die Kampagne »Unblock Cuba« in eine neue Phase starten. Im Rahmen dieser Kampagne sind bereits ab Herbst letzten Jahres in verschiedenen europäischen Ländern und vor allem in ihren Hauptstädten Solidaritätsaktionen durchgeführt worden.

Inzwischen beteiligen sich über 100 Organisationen aus 27 Ländern an der Kampagne »Unblock Cuba«. Und sie fordern damit ein Ende der von der US-Regierung seit nunmehr über 60 Jahren einseitig verordneten Wirtschaftsblockade gegen Kuba. Zudem fordert »Unblock Cuba« ein Ende der Komplizenschaft von Bundesregierung und EU an dieser völkerrechtswidrigen Blockade und den unzähligen Sanktionen gegen den sozialistischen Staat in der Karibik.

In der Blockade werden durch immer neue Verschärfungen auch Unternehmen, Banken, Händler und sogar Vereine und Privatpersonen beeinträchtigt und geschädigt. So weigern sich verschiedene deutsche Bank­institute mit Verweis auf die US-Blockadebestimmungen, für ihre Kunden Finanztransaktionen mit kubanischen Banken durchzuführen. Und Bundesregierung und EU sprechen sich zwar wiederholt gegen die US-Blockade aus, unternehmen aber nichts Wirkungsvolles gegen diese verbrecherische Politik der USA, und sie versäumen, die Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen vor diesen Übergriffen der US-Regierung zu schützen – wie es eigentlich in den Amtseiden z. B. der Bundesregierungsmitglieder geschworen wurde. (…)

Daher beteiligt sich das Netzwerk Cuba in Deutschland mit seinen knapp vierzig Mitgliedsorganisationen aktiv an der europaweiten Kampagne »Unblock Cuba«. Die Aktivitäten sind auf den 23. Juni 2021 ausgerichtet, wenn die geplante UN-Vollversammlung in New York stattfinden wird, für die Kuba erneut eine Verurteilung der völkerrechtswidrigen Blockadepolitik der USA beantragt hat. Wie die letzten 28 Jahre schon werden auch in diesem Jahr wieder die Repräsentanten fast aller Staaten der Welt diesem Antrag Kubas zustimmen. Diesmal sollen aber, so fordern die an der Kampagne beteiligten Organisationen, endlich Taten folgen. Zu diesem Zweck werden bis zur Abstimmung in der UN unzählige Aktionen in den beteiligten europäischen Staaten stattfinden.

Vor allem in den europäischen Hauptstädten sind ab dem 24. April zahlreiche Aktionen und Kundgebungen vorgesehen. So werden etwa für Berlin, Wien und Bern Veranstaltungen, Proteste, Plakat-, Radio- und Anzeigen- und Onlinewerbung organisiert. Die crossmedial abgestimmten Maßnahmen werden über Spenden finanziert. Darüber hinaus läuft derzeit eine formale Petition im Europäischen Parlament (...). Mit den Aktionen ab dem 24. April wird sich die europäische »Unblock Cuba«-Kampagne der international stattfindenden »Weltkarawane gegen die Blockade« anschließen. Sie wurde von zahlreichen Organisationen in den USA initiiert, und ihr Motto lautet »Wirtschaftskrieg gegen Kuba beenden!«
Weitere Infos unter: https://www.unblock-cuba.org, https://www.netzwerk-cuba.org und #UnblockCuba
Foto- und Filmmaterial über die Aktionen vom 17.4.2021 unter: https://www.unblock-cuba.org/aktuelles/auftakt-zur-unblock-cuba-aktion

1000 Abos jetzt

Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

Ähnliche:

  • Verteidigt, was geschaffen wurde: Kubanische Soldaten nach dem S...
    17.04.2021

    Fiasko für die Reaktion

    Mit der Niederlage in der Schweinebucht scheiterte vor 60 Jahren der Versuch des US-Imperialismus, die Konterrevolution nach Kuba zu bringen
  • Bewohner betrachten ihr altes Dorf, das im Stausee versinken wir...
    01.04.2021

    Vorschlag

    Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
  • Den Contas zu Diensten: Der Bürgermeister von Miami, Francis Sua...
    09.03.2021

    Schmähkampagne nachgegeben

    Antikommunistischer Youtuber erreicht Auftrittsverbot von kubanischem Künstler in Miami

Regio: