-
05.03.2021
- → Feminismus
Peru: Anklage wegen Zwangssterilisationen
Lima. Die Staatsanwaltschaft hat am Montag Anklage gegen Perus ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori (1990–2000) wegen der Zwangssterilisationen von mindestens 1.300 indigenen Frauen erhoben. Neben Fujimori werden auch die ehemaligen Gesundheitsminister Marino Costa, Eduardo Yong, Alejandro Aguinaga und die Exbeamten Ulises Aguilar und Segundo Aliaga angeklagt, wie das lateinamerikanische Nachrichtenportal Telesur berichtete. Die Anklage lautet auf »schwere Körperverletzung mit Todesfolge« in mindestens fünf Fällen. Laut Staatsanwaltschaft fanden die ersten Fälle von Zwangssterilisationen vor 22 Jahren statt, als der Eingriff an 1.307 Quechua-sprachigen Frauen in Ayacucho, Cusco, Piura und anderen Regionen durchgeführt wurde. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
