Gegründet 1947 Freitag, 7. Mai 2021, Nr. 105
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Aus: Ausgabe vom 01.03.2021, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Sarah (Julianne Moore) und Maurice (Ralph Fiennes) gehen gemeinsam aus: »Das Ende einer Affäre«

Re: Überleben im Holocaust: Geheimen Verstecken auf der Spur

Natalia Romik sucht in Polen nach Verstecken – nach Verstecken von Juden aus der Zeit des Holocaust. Ob in einer 600 Jahre alten Eiche oder in einem Bunker auf dem Friedhof, überall stößt sie auf bewegende Geschichten des Überlebenskampfes. So fördert sie die Erinnerungskultur in einem Land, dessen PiS-Regierung von diesem Teil der Geschichte lieber nichts hören will. Wobei man immer sagen muss, weil es tatsächlich manchmal in Vergessenheit gerät: Diese Verbrechen wurden wesentlich von Deutschen in Polen begangen. Dass ein unangenehmes Gebilde wie die PiS daraus Kapital schlägt, schwächt alle, deren Parole »Nie wieder!« heißt. D 2021.

Arte, 19.40 Uhr

Das Ende einer Affäre

Auch in Großbritannien gibt es zuweilen Tendenzen, das großartige antifaschistische Erbe in ein großbritisches umzugestalten. Dazu gehören auch Neoschmonzetten über den Zweiten Weltkrieg, die allerdings durchaus ästhetischen Wumms haben: 1939. England im Krieg. Sarah Miles fühlt sich in ihrer unterkühlten Ehe mit Henry gefangen. Sie beginnt eine Affäre mit dem Schriftsteller Maurice Bendrix. Nach einem Bombenangriff, den Maurice nur knapp überlebt hat, bricht Sarah unvermittelt die Beziehung ab. Zwei Jahre später treffen Maurice und Sarah sich wieder. Mit Julianne Moore und Ralph Fiennes. GB/USA 1999

Arte, 20.15 Uhr

Ausgeschneit

Skitourismus in der Krise

In Österreich ist die Skisaison 2020/21 wirtschaftlich eine Katastrophe, bei den Eidgenossen, die den Weg der Massenansteckung gehen, ist der Umsatz mau. Vielleicht ist dieser Winter ja nur ein Vorgeschmack auf das, was die Skiorte langfristig erwartet, wenn der Schnee wegen der Klimaerwärmung ausbleibt und die Saison sprichwörtlich ins Wasser fällt. Aber oft gibt es sogar mehr Schnee, der nur kürzer liegen beibt. Reines Abwarten ist keine Option. D 2021.

Das Erste, 22.50 Uhr

Fukushima und der deutsche Atomausstieg: Das Finale

Über Jahrzehnte hat der Streit um die Atomkraft die deutsche Gesellschaft zutiefst gespalten. Auf Deutsch gesagt: Einige wenige haben daran so viel verdient, dass sie korrupte Journalisten bezahlen konnten, die Sache zu bejubeln, also so wie immer. Doch dann ging plötzlich alles schnell. Erschüttert von der Katastrophe in Fukushima besiegelte die Bundesregierung im März 2011 binnen 96 Stunden das Ende der Nuklearenergie im Land. Der Film zeigt ein historisches Wochenende und eines der hervorstechenden Kapitel der Ära Merkel. D 2021.

Das Erste, 23.35 Uhr

Wer hat Angst vor wem?

Diejenigen, die sich nicht scheuen, gegen Faschismus, Rassismus, Krieg und Ausbeutung einzutreten? Die dafür mit Verfolgung und Repression rechnen müssen? Oder diejenigen, die Verfassung und die herrschenden Verhältnisse »schützen«?

Für alle, die es wissen wollen: Die junge Welt drei Wochen lang (im europäischen Ausland zwei Wochen) gratis kennenlernen. Danach ist Schluss, das Probeabo endet automatisch.

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