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Auschwitz-Komitee: Anklagen viel zu spät

Berlin. Das Internationale Auschwitz-Komitee hat jahrzehntelange Versäumnisse der bundesdeutschen Justiz im Umgang mit Naziverbrechern kritisiert. »Die Überlebenden, die jetzt auch alle hochbetagt sind, haben ihr ganzes Leben darauf gewartet, dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden«, sagte Christoph Heubner, Geschäftsführender Vizepräsident des Komitees, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Anlass sind zwei aktuelle Anklagen, die derzeit geprüft werden: beim Landgericht Itzehoe gegen eine 95jährige ehemalige Sekretärin des Konzentrationslagers Stutthof und beim Landgericht Neuruppin gegen einen 100jährigen ehemaligen Wachmann des KZ Sachsenhausen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2021, Seite 15, Antifaschismus

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