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Aus: Ausgabe vom 13.02.2021, Seite 11 / Feuilleton
Jazz

Chick Corea ist tot

Der US-Jazz-Pianist Chick Corea ist bereits am Dienstag im Alter von 79 Jahren einer Krebserkrankung erlegen, wie erst am Freitag bekannt wurde. Der Künstler hatte ab Ende der 1960er am elektrischen Piano in den Ensembles von Miles Davis die Ära der Fusion aus Jazz und Rock mit eingeleitet. Der als Armando Anthony Corea geborene Sohn eines Trompeters und Bassisten hatte schon mit vier Jahren am Klavier gesessen und früh Unterricht erhalten, er spielte in jungen Jahren mit den Jazzlegenden Stan Getz und Dizzy Gillespie. Beeinflusst wurde er sowohl von Herbie Hancock und Thelonious Monk als auch durch lateinamerikanische Rhythmen. Trompeter Davis erkannte Coreas Talent und nahm ihn statt Hancock mit auf Tour, Corea spielte auch auf Davis’ prägenden Album »Bitches Brew« (1970).

Corea unternahm auch Ausflüge in andere Genres, hörbar etwa auf dem brasilianisch angehauchten Album »Light as a Feather« (1973), oder bei seinen Klassikinterpretationen auf »The Mozart Sessions« (1996) mit Bobby McFerrin und dem Saint Paul Chamber Orchestra aus Minnesota. Corea veröffentlichte als Bandleader und Solist mehr als 100 Alben. 23mal gewann er einen Grammy, so oft wie kein anderer Jazzer. Zuletzt arbeitete der Scientology-Anhänger an einer 45minütigen Hommage an den Komponisten Bela Bartok. (dpa/jW)

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