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»What the fuck«: Hilfe für Angeklagte

Berlin. Das queerfeministische Bündnis »What the fuck« hat am Mittwoch über Twitter einen Aufruf zur finanziellen Unterstützung gestartet. Hintergrund sind die seit November 2020 laufenden Prozesse gegen rund 100 Aktive, die sich im September 2019 sogenannten Lebensschützern in Berlin in den Weg stellten. Das Bündnis schätzt die anfallenden Prozesskosten auf 60.000 bis 85.000 Euro. Den Angeklagten wird »Nötigung« vorgeworfen, weil sie sich an einer Sitzblockade beteiligt haben, die den »Marsch für das Leben« kurzzeitig zum Stoppen brachte. Jedes Jahr im September organisieren die »Lebensschützer« eine Demonstration in Berlin, an der im Schnitt rund 5.000 Personen teilnehmen. Sie propagieren ein radikales Abtreibungsverbot, vertreten ein sexistisches Gesellschaftsbild und setzen sich gegen Sexualaufklärung an Schulen ein. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2021, Seite 15, Feminismus

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