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Wirtschaftsstabilisierungsfond

Staatskredit für Galeria Karstadt Kaufhof

Foto: David Hutzler/dpa
In den Fußgängerzonen unverzichtbar, zumindest für die Regierung: Karstadt-Filiale

Berlin/Essen. Finanzstütze für Galeria Karstadt Kaufhof (GKK): Die Bundesregierung will dem letzten großen deutschen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) nach dpa-Informationen mit einem Darlehen von bis zu 460 Millionen Euro unter die Arme greifen. Der Ausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) gab am Mittwoch grünes Licht für ein sogenanntes Nachrangdarlehen.

Der Hintergrund der Aktion: Die 131 Warenhäuser des von der Coronakrise hart getroffenen Konzerns gelten der Regierung als unverzichtbare Publikumsmagneten in vielen Fußgängerzonen. Konzernchef Miguel Müllenbach zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert. In einem Mitarbeiterbrief schrieb er, der Überbrückungskredit werde dem Konzern die nötige Liquidität in den nächsten Wochen und Monaten der Pandemie sichern.

Das Darlehen ist nach Angaben der Agentur an Auflagen und rechtliche Vorgaben geknüpft, außerdem muss der Konzern eine Verzinsung zahlen. Zuvor hatten bereits die Lufthansa, der Reisekonzern Tui und weitere Unternehmen staatliche Hilfen erhalten. Die Bundesregierung hatte den WSF im März 2020 gegründet, um in der Coronakrise große Unternehmen mit Garantien und Kapitalhilfen zu unterstützen. GKK ist der zweitgrößte Warenhauskonzern Europas und Marktführer in Deutschland, beschäftigt rund 17.800 Mitarbeiter und betreibt 131 Warenhäuser. (dpa/jW)

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Erschienen am 28.01.2021, Kapital & Arbeit

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