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Armut auf Mallorca nimmt stark zu

Palma. Die soziale Not hat auf Mallorca im Zuge der Coronapandemie drastisch zugenommen. Auf der spanischen Urlaubsinsel sei die Nachfrage nach Hilfsleistungen noch nie so groß gewesen wie in diesem Jahr, berichtete am Sonntag die Regionalzeitung Diario de Mallorca. Das gehe unter anderem auch aus Berichten von Mitarbeitern des Roten Kreuzes hervor, hieß es.

Das Blatt zitiert die für die Mittelmeerinseln zuständige Koordinatorin der medizinischen Hilfsorganisation, Juana Lozano, mit der Information, allein in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres habe man rund 52.000 Hilfspakete mit Lebensmitteln sowie Hygiene- und Putzartikeln verteilt. Im gesamten Jahr 2019 seien es 11.000 gewesen. Nach Medienberichten werden die Schlangen vor den sogenannten Tafeln der Hauptstadt Palma, aber auch in anderen Gebieten der Insel immer länger. Bei den Bedürftigen stellen Obdachlose und Bewohner von »Problemvierteln« längst nicht mehr die Mehrheit. Betroffen sind inzwischen auch viele Rentner und Familien der »Mittelklasse«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2020, Seite 9, Kapital & Arbeit

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