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Aus: Ausgabe vom 12.12.2020, Seite 15 / Geschichte

Anno ... 51. Woche

1945, 16. Dezember: In Moskau beginnt die Konferenz der Außenminister der USA, Großbritanniens und der UdSSR. Auf dem Treffen werden u. a. Friedensverträge mit Italien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Finnland sowie der Rückzug sowjetischer und US-amerikanischer Truppen aus China beschlossen. In zahlreichen Fragen, etwa der Demontagepolitik, zeichnen sich jedoch erste Konflikte der Alliierten ab.

1960, 20. Dezember: Die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams, allgemeinsprachlich auch Vietcong genannt, wird gegründet. Die Sammlungsbewegung unter kommunistischer Führung, die von großen Teilen der Bevölkerung unterstützt wird, organisiert den Widerstand gegen den US-Imperialismus und das von ihm gestützte Regime in Südvietnam.

1970, 14. Dezember: In Danzig streiken Arbeiter der Lenin-Werft, nachdem zwei Tage zuvor die polnische Regierung drastische Preiserhöhungen für Lebensmittel und andere Produkte angekündigt hatte. Die Proteste greifen schnell auf andere Städte über und führen zu Unruhen. Als Reaktion tritt am 20. Dezember Wladyslaw Gomulka als Erster Sekretär des Zentralkomitees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei zurück.

1970, 18. Dezember: Vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Aachen wird der sogenannte Contergan-Prozess gegen führende Angestellte des Pharmaunternehmens Grünenthal GmbH eingestellt. Die Firma hatte von 1957 bis 1961 das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan angeboten, das bei Schwangeren jedoch zu einer Häufung von Wachstumsstörungen der Föten führte. Weltweit kamen schätzungsweise bis zu 10.000 geschädigte Kinder auf die Welt. Bereits im April 1970 kam es zu einem Vergleich. Gegen 100 Millionen D-Mark Entschädigung verzichteten die Opfer auf weitere Klagen.

1990, 18. Dezember: Die UNO verabschiedet in New York die Konvention zum Schutz von Arbeitsmigranten und ihren Familien. Zehn Jahre später wird der 18. Dezember zum International Migrants Day erklärt.

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