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Brandenburg will Verbot von Reichskriegsflaggen

Foto: Fabian Sommer/dpa
Michael Stübgen (CDU), Innenminister von Brandenburg

Potsdam. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) will sich für ein bundesweites Verbot von Reichskriegsflaggen einsetzen. »Wir führen den Kampf gegen die Gegner unserer freien und demokratischen Gesellschaft«, sagte Stübgen am Mittwoch im Landtag in Potsdam. »Dazu gehört es selbstverständlich auch, dass wir uns mit den Symbolen beschäftigen, die zur Diffamierung unserer Demokratie genutzt werden.« Er wolle sich auf der Innenministerkonferenz der Länder im Dezember für eine bundesweit einheitliche Regelung zum Umgang mit der Reichskriegsflagge, der Reichsflagge, der Flagge des Norddeutschen Bundes und der Kriegsflagge des Deutschen Reiches einsetzen. Die Reichsflagge war zwischen 1871 und 1919 die Flagge des Deutschen Reichs, ab 1892 auch offizielle Nationalflagge des Kaiserreichs. Die Faschisten übernahmen die Farben ab 1933 für zwei Jahre. Die Reichskriegsflagge war die Fahne der Streitkräfte des »Deutschen Reiches«. Sie zeigt das Eiserne Kreuz, das wichtigste Symbol des preußischen Militärs. Ab 1935 gab es sie auch mit Hakenkreuz in der Mitte. Diese Variante war und ist in der BRD verboten. (dpa/jW)

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Erschienen am 12.11.2020, Inland

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