-
03.11.2020
- → Ausland
Algerier boykottieren Verfassungsreferendum
Algier. Das Referendum in Algerien über eine Reform der Verfassung ist von einem Großteil der Bürger boykottiert worden. Wie die Wahlkommission am Sonntag abend mitteilte, beteiligten sich nur 23,7 Prozent der Berechtigten. Das Ergebnis war bis jW-Redaktionsschluss nicht bekannt. Die Protestbewegung »Hirak« hatte zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen. Staatschef Abdelmadjid Tebboune hatte im Vorfeld erklärt, der zur Abstimmung stehende Text erfülle die Forderungen der Protestbewegung. Die Bewegung »Hirak« lehnte die Vorlage jedoch ab und sprach von einer bloßen »Änderung der Fassade«. (AFP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
