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Tokio lässt radioaktives Wasser in Ozean ab

Tokio. Die japanische Regierung will laut Medienberichten mehr als eine Million Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem 2011 zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima ins Meer leiten lassen. Die formelle Entscheidung werde die Regierung in Kürze treffen, berichteten am Freitag mehrere Medien. Das Ablassen des kontaminierten Wassers soll demnach im übernächsten Jahr beginnen. Das derzeit in rund tausend Tanks gelagerte Wasser wird einem umfangreichen Filterungsprozess unterzogen, um seinen radioaktiven Gehalt zu reduzieren. Am Ende soll es nach Angaben der Behörden nur noch Tritium enthalten, das sich mit den vorhandenen Technologien nicht herausfiltern lässt. Der Druck auf die Regierung, eine Lösung für das kontaminierte Wasser zu finden, ist gestiegen, da die Kapazitäten für dessen Lagerung bald erschöpft sind.

(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2020, Seite 6, Ausland

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