-
14.10.2020
- → Ausland
Indonesien: Proteste halten weiter an
Jakarta. In Indonesien reißen die Proteste gegen eine »Reform« des Arbeitsmarkts nicht ab. Bei einer Demonstration von Tausenden Arbeitern und Studenten in der Hauptstadt Jakarta kam es am Dienstag in der Nähe des Amtssitzes von Präsident Joko Widodo erneut zu Zusammenstößen mit Einsatzkräften. Die Polizei setzte Tränengas ein. Behördenangaben zufolge sind seit Beginn der Proteste am 6. Oktober mehr als 6.000 Menschen unter anderem wegen Vandalismus und Aufwiegelung festgenommen worden. Nach Angaben der Regierung soll die »Reform« Investitionen fördern und Bürokratie abbauen. Aus Sicht von Kritikern werden jedoch Entlassungen, Kurzzeitverträge, geringere Abfindungen und die Auslagerung von Arbeitsplätzen erleichtert. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!