Zum Inhalt der Seite

Prozess um tödlichen Messerangriff begonnen

Lüneburg. Am ersten Verhandlungstag im Prozess um die tödliche Messerattacke auf den 15jährigen Arkan Hussein Khalaf hat der 30jährige Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Er habe am 7. April in Celle auf den jesidischen Jugendlichen eingestochen, ihn aber nicht töten wollen, sagte er laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur am Dienstag vor dem Landgericht Lüneburg. Der Täter hatte angeblich Stimmen gehört und sich von dem jungen Radfahrer verfolgt gefühlt. Die Anklage lautet auf Totschlag, die Staatsanwaltschaft strebt eine Unterbringung des 30jährigen Deutschen in einer psychiatrischen Klinik an, nachdem in der jesidischen Community gefordert worden war, auch ein rassistisches Motiv in Betracht zu ziehen. Khalaf war 2014 mit seiner Familie vor der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« aus dem Irak geflohen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.10.2020, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!