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»Dieselgate«: Stadler findet Prozess unfair

München. Die Verteidiger des ehemaligen Audi-Chefs Rupert Stadler haben der Münchner Justiz im Dieselprozess ein »grob unfaires« Verfahren vorgeworfen und die Abtrennung des Prozesses gegen ihren Mandanten gefordert. Nur weil der ehemalige Vorstandschef »als Galionsfigur dabei sein musste«, müsse er jetzt zwei Jahre lang mit drei Motorentwicklern vor Gericht stehen, sagte sein Anwalt Gerson Trüg am Dienstag vor dem Landgericht. Der angeklagte Motorenentwickler Giovanni P. gab zuvor seine Beteiligung am Abgasbetrug zu, sah sich aber in der Rolle eines untergeordneten Befehlsempfängers. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.10.2020, Seite 2, Inland

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