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Jom Kippur in Halle: Kritik an Haseloff

Halle. Eine Überlebende des rassistischen Anschlags auf die Synagoge in Halle an der Saale vor einem Jahr hat am Besuch von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) im Gotteshaus am Montag scharfe Kritik geübt. »Auch dieses Jahr war Jom Kippur in Halle nicht ungestört«, schrieb Christina Feist, Nebenklägerin im Prozess gegen den Attentäter Stephan Balliet, am Dienstag nachmittag per Kurzbotschaftendienst Twitter. Haseloff habe im Gebetsraum zu den anwesenden Jüdinnen und Juden unter anderem gesagt: »Was letztes Jahr geschah, wäre nicht passiert, wenn es mehr Versöhnung gäbe«. Feist warf dem Ministerpräsidenten vor, den Gottesdienst als »Schaubühne für Ihre PR« genutzt zu haben, anstatt »dazusein und zuzuhören«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2020, Seite 4, Inland

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