Gegründet 1947 Freitag, 23. Oktober 2020, Nr. 248
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 23.09.2020, Seite 11 / Feuilleton
Lyrische Hausapotheke

Bin & Ich

Von Stefan Siegert

Fritz Weigle zugeeignet

*

Es will so gern ein lösend Bin

Zum Ich als zur Erlösung hin

Das Bin, es füllt das böse Loch

auf das hin wies schon Bloch

Der will die Zwei zusammen haben

Zusammen erst beginnt das Leben

(mit seinen Schatten, seinen Gaben)

Das Bin und Ich erstreben.

Doch, ach, das Ich, es ist allein

Ganz wie das Bin im nachhinein

Es übertrumpfen sich die beiden

Im Trauern, Jammern, Leiden

Das muss doch nicht

Das kann doch noch

Es ließe sich vielleicht vermeiden

Durch fleißig Lesen bei Ernst Bloch.

Unverzichtbar!

»Ich schätze die junge Welt wegen ihrer solidarischen Haltung und Berichterstattung zu Kuba. Dabei deckt sie Fake-News auf und schreibt über sonst totgeschwiegene Themen.« Samuel Wanitsch, Mitglied der nationalen Koordination der Vereinigung Schweiz-Kuba

Eine prinzipienfeste, radikal kritische Tageszeitung ist durch nichts zu ersetzen für all diejenigen, die dem real existierenden Kapitalismus und Faschisten etwas entgegensetzen wollen.

Diese Zeit braucht eine starke linke Stimme!

Mehr aus: Feuilleton