Die XXVI. RLK-Konferenz findet statt
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Giftig und scharf

Von Marek Lantz
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Da hilft auch kein Sturzhelm: Dynamo Dresden um Paul Will (l.) schenkte dem leidgeprüften HSV von Klaus Gjasula (r.) im DFB-Pokal ein 4:1 ein (14.9.2020)

Im Muff der fußballerischen Drittklassigkeit ist in diesem Sommer wieder Dynamo Dresden angekommen. Doch die ersten Tage waren blendend: Konnte man den 4:1-Pokalerfolg gegen den für Blamagen dieser Couleur einfach prädestinierten Hamburger SV noch als halbwegs erwartbar abbuchen, so setzte Dynamo am Freitag im offiziellen Eröffnungskick der Drittligasaison das nächste Ausrufezeichen: Mit 1:0 setzten sich die Schwarz-Gelben beim 1. FC Kaiserslautern durch – und das, obwohl man mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen musste. Paul Will hatte sich schon vor der Pause die gelb-rote Karte abgeholt. Zu diesem Zeitpunkt führte Dynamo bereits durch den letztlich goldenen Treffer seines Kapitäns Sebastian Mai (17.). »Wenn es spielerisch nicht läuft, können wir kämpfen und eine Führung verteidigen. Das ist ein neue Erkenntnis«, freute sich Trainer Markus Kauczinski.

Eitel Sonnenschein herrscht nach dem 3:1-Auftakterfolg gegen den MSV Duisburg auch bei Hansa Rostock. Der schon früh eingewechselte Pascal Breier entschied die Partie mit seinen zwei Toren. »Er hat seine Chance genutzt, war giftig gegen den Ball und scharf nach Ballgewinn«, heimste Breier hinterher ein Sonderlob seines Coachs Jens Härtel ein.

Einen Fehlstart legte hingegen Härtels Exverein 1. FC Magdeburg hin. Mit 0:2 verlor man auf eigenem Platz gegen den Halleschen FC und war damit noch gut bedient. »Wir waren vom Kopf her nicht da«, klagte Trainer Thomas Hoßmang später. Für den HFC war es nach acht vergeblichen Anläufen der erste Sieg gegen die Magdeburger in der 3. Liga.

Ausnahmslos unentschieden endeten die ersten Auftritte der drei Aufsteiger: Beim VfB Lübeck und dem 1. FC Saarbrücken kommt das nicht überraschend, denn man spielte gegeneinander und trennte sich 1:1. Türkgücü München jedoch, der dritte Liganeuling, rang dem Vorjahresmeister FC Bayern II nicht nur ein 2:2 ab, sondern spielte auch überzeugender und hatte die besseren Chancen. Marco Holz sicherte Türkgücü mit einem späten Tor (81.) den Teilerfolg. Ein um so beachtlicheres Resultat, wenn man sieht, dass mit Jann-Fiete Arp, Joshua Zirkzee, Adrian Fein und Jamal Musiala vier bundesligaerfahrene Kräfte in der Startelf des Gegners standen. Letzterer war keine 24 Stunden zuvor sogar unter den Torschützen beim gähnend langweiligen 8:0-Schnarchkick der großen Bayern gegen den FC Schalke 04, der längst zum legitimen Nachfolger des HSV in Sachen peinlich-torkelnder Grandezza avanciert ist.

Ohnehin wird München in der neuen Saison so etwas wie das Zentrum der Liga sein, denn neben den beiden genannten spielen auch noch der TSV 1860 (3:1 in Meppen und damit gemeinsam mit Hansa erster Tabellenführer) sowie die Vorortkicker der SpVgg Unterhaching (1:2 in Zwickau) drittklassig.

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