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15.09.2020, 19:19:49 / Sport

Bundesliga: Länder einigen sich auf Testbetrieb für Rückkehr von Fans

Pappfans bei einem Geisterspiel von Borussia Mönchengladbach und
Pappfans bei einem Geisterspiel von Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg im Juni

Berlin. Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußballbundesliga an diesem Wochenende auf einheitliche Regeln zur Rückkehr von Fans geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur aus Teilnehmerkreisen verständigten sich die Chefs der Staatskanzleien am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb mit Zuschauern unter Coronabedingungen. Die Grenze liegt bei 20 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität – 1.000 Zuschauer dürfen auf jeden Falls ins Stadion. Oder in die Halle, denn die Regeln gelten nicht nur für Fußball, sondern etwa auch für Handball- oder Basketballspiele.

Es soll jedoch wegen der anhaltenden Pandemie wichtige Einschränkungen geben. So sollen unter anderem keine Tickets für Fans der jeweiligen Gastmannschaften ausgegeben werden. Die Tickets werden nur personalisiert verkauft, damit eine Nachverfolgung von Infektionsketten gewährleistet wird – eine Maßnahme, die bei Fanvertretern mit Sorge betrachtet wird, da sie eine Verlängerung in der Zeit nach Corona vermuten. Die Bundesländer bevorzugen außerdem vollständig digitale Lösungen im Rahmen des Ticketings.

Entsprechend den jeweils geltenden Landesregeln muss ein Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten werden. Dies werde »insbesondere durch eine Reduktion der maximalen Zuschauerauslastung, eine Entzerrung der Besucherströme durch eine Segmentierung bei Ein- und Auslass, ein Verbot des Ausschanks und Konsums von alkoholhaltigen Getränken sowie ein Zutrittsverbot für erkennbar alkoholisierte Personen« erreicht, heißt es in dem der Deutschen Presseagentur vorliegenden Beschluss.

Die jeweils zuständigen Sportverbände sollen den Testbetrieb wissenschaftlich begleiten. Dabei solle besonders auf die Problematiken der Aerosole, Verkehrslenkung, des Ticketing, Einlass und Verlassen des Stadions und die Unterschiede zwischen Hallen- und Freiluftsport eingegangen werden. Spätestens Ende Oktober soll nach dem Beschluss über die Erkenntnisse aus dem Probebetrieb und über die Überführung in einen Dauerbetrieb entschieden werden. (dpa/jW)

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