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Israel: Rassist für Mord an Familie verurteilt

Tel Aviv. Wegen Mordes an einer palästinensischen Familie ist ein israelischer Rassist zu dreimal lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Fünf Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag im von Israel besetzten Westjordanland verkündete das Bezirksgericht in Lod bei Tel Aviv am Montag das Strafmaß. Zusätzlich zu der lebenslangen Haftstrafe wurde der 25jährige Siedler Amiram Ben-Uliel nach Medienberichten wegen versuchten Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt. Bei dem Brandanschlag in Duma im Westjordanland waren im Juli 2015 ein 18 Monate altes Kleinkind und seine Eltern getötet worden. Nur ein vierjähriger Junge überlebte die Tat schwer verletzt. Ben-Uliel muss dem Kind umgerechnet 63.000 Euro Entschädigung zahlen. Der Siedler war wegen Mordes in drei Fällen schuldig gesprochen worden. Die Richterin sagte nach Angaben der Nachrichtenseite Ynet, der Täter sei durch eine »radikale und rassistische Ideologie« motiviert gewesen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2020, Seite 7, Ausland

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